Die Partnerschulen 

Auf einen Blick:

Unsere Partnerschule „Kalungu Mixed Primary School“ liegt in Kalungu, im Südosten Ugandas.

Sie ist zweigeteilt in Mädchen und Jungenschule. Die Grundschule wird von über 1000 Schülern besucht, die die Klassen 1-7 besuchen. Die Klassenstärke liegt bei über 100 Kinder pro Klasse.

Unsere deutsche Partnerschule liegt in Montabaur (Rheinlandpfalz).

Sie ist das Landesmusikgymnasium (LMG) und hat somit ihren Hauptschwerpunkt auf der Musik. Nichts desto trotz wird der soziale Aspekt nicht vernachlässigt.

Das LMG wird von ungefähr 430 Schülerinnen und Schülern besucht, davon wohnen ca. 90 im schuleigenen Internat.

Die Schulpartnerschaft wird zweigleisig geführt: finanziell und sozial!

Durch Brief- und Skypekontakt, sowie durch den persönlichen Austausch, können Schüler beider Schulen einander kennen lernen und die jeweilige Kultur!

Unsere finanzierten Projekte auf einen Blick:

(Die bisherigen Spenden sind das Ergebnis von mehreren Benefizkonzerten von Schülern des Landesmusikgymnasiums, dem Sommerfest 2012 des Landesmusikgymnasiums und vielen weiteren einzelspenden))

Die ersten und damit schon getätigten Projekte:

-Installation eines Wassertanks (Volumen 10.000 Liter) zur Gewährleistung der Trinkwasserversorgung

-Bau eines Seifenhauses und Kauf von Materialien für die Seifenproduktion um die Finanzierung der Ernährung aller Schüler zu ermöglichen

-Kauf von Schulmaterialien für 250 Kinder

-Kauf von 140 Geometrie Sets

-Kauf von 2 Computern und Druckern für die Erstellung und Vervielfältigung von Schulmaterialien

In nächster Zeit geplante Projekte:

-Bibliotheksbau inkl. Anschaffung von Lese- und Schulbüchern, inkl. Regalen

-Strom für alle neuen Gebäude

-Ausbau des Internats

-Fertigstellung eines neuen Waschraums

-Finanzierung der Schulmaterialien für die Ärmsten 250 Kinder

-Finanzierung der Schulgebühren für eine der besten Secondary Schools für 2 Hochbegabte Kinder

-Lösungen um Schulabgängern eine Weiterbildungsmöglichkeit zu geben

-Einführung eines in regelmäßigen Abständen statt findenden „Health Days“

 

 

LMG meets Kalungu mixed P/S

- ein kleiner Rück-und Ausblick auf die Schulpartnerschaft-

Das Partner-/Patenschulprojekt zwischen der Schülerschaft des Landesmusikgymnasiums und der Kalungu mixed Primary School ist 2011 entstanden.

Die Partnerschaft wurde ausgelöst durch Vorträge über meine (Kirsten König) Erlebnisse/Erkenntnisse und das Alltagsleben in Uganda, die ich auf einer privaten Reise in den Sommerferien 2011 erwarb. Meine Berichte über die Missstände und oft unglaublich schlechten Lebensbedingungen und den allgemein niedrigen Lebensstandard der armen Dorfbevölkerung lösten bei den Schülern aller Altersstufen eine enorme Aktionsbereitschaft aus, diesen Kinder zu helfen und ihre Situation zu verbessern. Die Idee der Schulpartnerschaft wurde direkt angenommen und unsere Partnerschule war schnell auserkoren, denn diese Schule mit seinen etwa 1000 Schülern ist besonders hilfsbedürftig, zudem zeigt die ganze Schulgemeinde die so wichtige Kooperationsbereitschaft.

Auf vielen Sitzungen der Schülervertretung (SV) wurde die Vorgehensweise und ein Umsetzungsplan erarbeitet. Das Projekt wird zweigeleisig gestaltet.

Einerseits fungieren die deutschen Schüler als Paten, denn Ziel ist es, durch kleinere und auch größere Spenden den afrikanischen Schülern einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen; andererseits fungieren beide Schulen auf sozialer und kommunikativer Ebene als Partner.

Beide Aspekte und die damit verbundenen Projekte wurden schon in Angriff genommen, so wurde das Thema Uganda in die Lehrpläne des LMG integriert.

In den Fächern Englisch, Erdkunde und Religion/Ethik werden in verschiedenen Jahrgangsstufen Teilaspekte des afrikanischen Lebens behandelt sowie ein persönlicher Briefkontakt aufgebaut. Eine Klasse übernahm für 2 Schüler gleich eine komplette Patenschaft und ermöglicht diesen Kindern damit überhaupt erst den Schulbesuch.

Ronja Schössler (Abitur 2012) hat sich dafür entschieden eine Art freiwilliges, privat organisiertes Praktikum über 2 Monate in Uganda zu machen und arbeitete in diesem Rahmen an unserer Patenschule. Im Jahr 2013 fliegen wieder 2 (neue) Abiturienten für 2 Monate nach Uganda um in Kalungu zu arbeiten. Zudem gibt es andere junge Erwachsene, die unsere Partnerschule immer wieder vor Ort betreuen.

Beachtlich ist der Aufwand, den alle Schüler des LMG für die Gestaltung des Sommerfestes 2012 auf sich genommen haben. Das traditionelle Schulfest stand dieses Schuljahr nämlich unter dem Motto „Patenschulprojekt Uganda“. Bei strahlendem Sonnenschein boten die Klassen an Ihren Ständen neben einer reichhaltigen kulinarischen Auswahl wie Tomatensuppe aus dem Solarkocher, auch ein Geschicklichkeitsquiz mit Fragen zu Uganda und Barfußparcours an. Zudem konnte man aus vermeintlichem Müll Musikinstrumente bauen und sich in mehreren Videoschaus und an Informationswänden ganz mit dem Thema Uganda und explizit auch mit unserer Partner-/Patenschule auseinander setzen. Ein Highlight war neben dem musikalischen Angebot der vielen preisgekrönten Ensembles der Schule auch die Liveschaltung mit unserer Patenschule via Skype (wenn auch mit schlechter Verbindung), die ihre Dankbarkeit über unsere Freundschaft und finanzielle Unterstützung durch einen folkloristischen Tanz zum Ausdruck brachte. Das Sommerfest war ein voller Erfolg, nicht zuletzt wenn man den finanziellen Aspekt betrachtet, denn 50 % aller Einnahmen kamen dem Schulprojekt zugute, wobei alle Klassen auf die Aufstockung ihrer Klassenkasse verzichteten.

Das eigentlich gesetzte Ziel, unserer Patenschule einen 10.000 Liter-Tank zu finanzieren, der die kostenlose Wasserversorgung aller Schüler garantiert, wurde schon am Vorabend erreicht. Die schuleigene Kammerphilharmonie musica viva erspielte auf ihrem Benefizkonzert in Limburg-Dietkirchen schon sagenhafte 1512 Euro! An dieser Stelle gilt Thomas Jung und Ulrich Schwark ein herzliches Dankeschön, ohne die das Konzert nicht möglich gewesen wäre.

Zu dieser beachtlichen Summe kamen aber durch Eltern- und Firmspenden und dem Erlös des Sommerfestes nochmals etwa 5000Euro hinzu! Ein großer Teil dieser Summe resultierte durch die Tombola der Klasse 5b mit freundlicher Unterstützung des schuleigenen Fördervereins, des VEFF.

Mit diesem Ergebnis konnten wir auch gleich das nächste Großprojekt in Angriff nehmen: Nach der Trinkwasserversorgung ist die Lebensmittelversorgung der Kinder, die von morgens 8 bis abends um 6 in die Schule gehen und auf Grund des elterlichen Geldmangels mehrheitlich den ganzen Tag über nichts zu essen bekommen, unser zweites Anliegen gewesen. Mittlerweile konnten wir hier alle Informationen zu einem Seifenprojekt bekommen, bei dem Seife schulintern selbst produziert und verkauft wird und von den Einnahmen alle Kinder mit einer täglichen Mahlzeit versorgt werden! Die Startkosten dieses Projekts liegen bei etwa 4500 Euro und umfassen die Erstanschaffung aller Materialien, den Bau einer Produktionsstätte sowie die Ausbildung der zuständigen Lehrkräfte und Schüler, die sich bereit erklärt haben, die Seife zu produzieren. In Uganda produziert man hauptsächlich 3 Seifensorten, eine medizinische gegen Hautreizungen, eine für alles Dreckige und eine Körperseife. Selbstverständlich werden die laufenden Kosten aus den Einnahmen ebenfalls gedeckt.

Mit diesem Projekt (Vorbild ist eine andere ugandische Schule, die schon erfolgreich wirtschaftet) haben wir einen geeigneten Weg gefunden „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten! Das Projekt wird durch unsere finanzielle Geldspritze zum Anlaufen gebracht und entwickelt sich von nun an alleine ohne Kalungus eigene Wirtschaft auszuhebeln, wie so viele andere europäische Projekte das tun.

Wir freuen uns sehr über die Durchführung dieser beiden Projekte und möchten uns herzlich bei allen Spendern und Mitorganisatoren bedanken!! 

Neben diesen Großprojekten konnten wir auch durch etliche weitere Spenden wichtige und sinnvolle Investitionen ermöglichen.

Bei den Weihnachtskonzerten 2012 sind 1700 Euro Spenden zusammen gekommen und bei dem Benefizkonzert („Alles britisch oder was“) mit den schuleigenen Ensembles SBO (Sinfonisches Blasorchester), Flöten- und Oboenensembles unter der Leitung von Herrn Lang und dem Ehepaar Schaeferdiek sowie dem Yellow Tone Orchestra unter der Leitung von Herrn Steffens wurden nochmals sagenhafte 2700 Euro eingespielt!

Nichts desto trotz gibt es auf dem Weg, den Partnerschülern dauerhaft eine bessere Schulzeit zu ermöglichen, noch vieles zu tun. Für die rund 1000 Schüler gibt es gerade mal 19 Lehrer, d.h. die Klassen sind riesig, jeweils etwa 100 Schüler pro Klasse, die Klassenräume dagegen winzig, aber das weitaus größere Problem ist, dass es einfach kein Material gibt: Weder Schulbücher, noch Stifte, noch Hefte sind in ausreichender Zahl, wenn überhaupt, vorhanden. Die Kinder schreiben oft einfach in die Luft oder auf kleine Schiefertafeln, falls genug Kreide da ist. Spätestens am Bildungsstandard, der das A und O einer beruflichen Perspektive ist, welche wiederum der einzige Weg ist, um aus dem Armutskreislauf heraus zu kommen, sieht man, dass die Schüler im Vergleich mit Privatschulen keinerlei Chance haben. Hier setzt unsere weitere Hilfe ein!

Für die ärmsten 250 Schüler kaufen wir Schulmaterialien, Stifte und Hefte in ausreichender Zahl! Somit können auch die sehr armen Kinder ordentlich am Schulunterricht teilnehmen.

Durch den Kauf von 140 Geometrie-Sets, die nun schuleigenes Material sind, kann der Matheunterricht besser gestaltet werden.

Mit 2 Computern und 2 Druckern (jeweils einen für Mädchen- und Jungenschule) ist es den Lehrern möglich, sinnvolles und neues Schulmaterialien zu erstellen und zu vervielfältigen.

In naher Zukunft möchten wir eine Schuleigene Bibliothek bauen, die nicht nur verschiedene Bücher zum Ausleihen führt, sondern auch über aktuelle Schulbücher in ausreichender Menge verfügt, sodass alle Kinder in Zukunft Schulbücher ausleihen können. Auch diese tragen zu einem erfolgreichen Unterricht bei. Bisher gibt es hauptsächlich sehr alte Bücher und auch diese nur in verschwindend geringer Menge (häufig sind es nicht mal 10 für 100 Schüler).

Ein weiteres Problem ist die derzeitige Perspektivlosigkeit der Siebtklässler, die die Schule im Dezember verlassen, aber die weiterführende Schule nicht besuchen können, da diese wesentlich teurer ist. Auch hier suchen wir nach einem Projekt, in dem möglichst viele Kinder einen Ausbildungsplatz bekommen oder die weiterführende Schule besuchen können. 

Ein weiteres Problem ist, dass viele Schüler nicht regelmäßig zur Schule kommen können, da ihr Schulweg, den sie zu Fuß hinter sich legen müssen, teilweise über 18 km pro Tag beträgt. Hier reift die Überlegung der Internatsvergrößerung um mindestens einen weiteren Raum (50 Kinder) und die dazugehörige Internatskostenübernahme.

Sie sehen, dass schon viel durch Ihre Hilfe möglich geworden ist, dass es aber auch noch viel zu tun gibt! 

Wir nehmen sehr gerne Einzelspenden für die Schulpartnerschaft an!

Nutzen Sie dazu einfach die angegebenen Kontodaten!

Vielen Dank!