Der Flyer ist raus!

Unsere brandneuen Flyer sind nun gedruckt und warten darauf gelesen und ausgefüllt zu werden!

Die erstwöchige Zwischenbilanz zeigt: Über 500 Flyer sind schon verteilt!

Der Flyer bietet eine sehr gute und aktuelle Zusammenfassung des Vereins IDELA Uganda e.V. und enthält zudem Formulare zum Beitritt und zur Patenschaftserklärung.

Sehr gerne können Sie sich diesen als PDF Datei herunterladen oder Sie fodern ihn über uns an. Wenden Sie sich dazu einfach an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Viel Spaß beim Lesen!

 

Sommerprojektwochen 2014

3 Wochen Projektwochen in Kalungu und Ssaza - ein con IDELA Uganda initiiertes Kooperationsprojekt

Uganda – für die meisten Leute ein nichtssagendes Land „irgendwo in Afrika“ und auch für viele von uns war „die Perle Afrikas“ vor ein paar Monaten ein noch eher unbekannter Fleck auf der Landkarte. Bevor wir von IDELA Uganda e.V. gehört haben und uns dazu entschieden haben, das Projekt zu unterstützen und diesen Sommer vor Ort an den Partnerschulen mitzuhelfen.
Unser erster Eindruck von Uganda? Viel angenehmere Temperaturen als erwartet! Wir hatten mit tropischen 30°C gerechnet, aber durch die relativ hohe Lage Ugandas begrüßten uns eher moderate 20°C, als wir in Entebbe landeten.

Und auch sonst wussten das Land und besonders die Menschen uns immer wieder zu überraschen. Da war zum Beispiel die Begrüßung in der Kalungu Mixed School. Wir kommen an, ohne etwas besonders zu erwarten und als wir die Lehrer getroffen haben und das Lehrerzimmer verlassen, steht die komplette Schule aufgereiht vor uns und die Schüler beginnen zu singen. Damit hatten wir nicht gerechnet und es zeigt die überwältigende Gastfreundschaft der Ugander!

Oder der erste Arbeitstag an der Schule. Nachdem wir den ganz Vormittag die Schule besichtigt haben, Klassenzimmer ausgesucht haben, deren Betonboden ausgebessert werden muss, Wände ausgewählt haben, die einen neuen Anstrich bekommen sollten und uns mit den Lehrern über die Probleme an der Schule unterhalten haben, erwartet uns ein phänomenales Mittagessen bestehend aus Matoke, Posho, Fisch, Gemüse, Erdnusssoße und Ananas.

 

Obwohl die Leute hier wenig Geld haben und selbst tagtäglich das Gleiche essen, sehen sie es als eine Ehre an, für ihre ausländischen Gäste etwas besonderes zuzubereiten. Allerdings wurde es und in den folgenden Tagen oft etwas zu viel, sowohl in der Menge, als auch weil wir ungern anders behandelt werden wollten, als jeder andere Erwachsene in Uganda. Uns ist es wichtig, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, ihnen zu zeigen, dass man sich nicht höher stellt und in keinster Weise anders ist als sie. Natürlich unterscheiden wir uns äußerlich, aber das ist kein Grund, uns besseres Essen zu servieren, als die einheimischen Menschen selbst essen.

 

Eines der Erlebnisse, das mir besonders im Gedächtnis blieb ist die Überraschung der Kinder, als sie gesehen haben, dass wir auf dem Boden knien und Böden zementieren, schwere Farbeimer über das halbe Schulgelände tragen und Schubkarren voll Sand schieben. „We didn't know that white people can work like this!“ haben sie zu uns gesagt.  Das war vielleicht eine der größten Errungenschaften unseres diesjährigen Projektes – den Leuten zu zeigen, dass wir zwar weiß sind, uns das aber zu keinen besseren Menschen macht, uns nicht das Recht gibt, uns über sie zu stellen, dass wir genauso körperlich hart arbeiten können und nicht nur vom Büro aus Leute herumkommandieren. Manchmal wurden wir fast in diese Rolle gedrängt, als uns beispielsweise Kinder Wasser zum Händewaschen reichten, oder die Lehrer drei Schüler riefen, damit diese den Farbeimer tragen, den wir auch genauso gut selbst tragen können. Wenn wir dann den Eimer selbst trugen oder uns gegenseitig das Wasser und die Schüssel zum Hände waschen hielten, war die Verwunderung groß, aber nach einer Weile haben die Leute akzeptiert, dass wir genauso behandelt werden wollen, wie jeder andere auch.


Zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern besserten wir Böden aus, bemalten Schulgebäude, strichen Klassenzimmer und reparierten die Solarbeleuchtung im Schlafsaal der Jungs. Die Kids arbeiteten teilweise komplett selbstständig und kamen nur ab und zu um zu fragen, wie man einen bestimmten Farbton mischt. Oder ob wir noch mehr Kreide zum vorskizzieren haben. Das Ergebnis der bemalten Wände hat unsere Erwartungen übertroffen und die Schulleiterin Mrs. Grace sprach scherzhaft von der „Kalungu Modern School“. Allerdings wird es in den nächsten Jahren wichtig sein, auch die Qualität des Unterrichts zu verbessern, denn eine von außen schöne Schule ändert noch nichts an der Tatsache, dass in Uganda nur 16% der Jungen und 14% der Mädchen auf eine weiterführende Schule gehen.

Ein erster Schritt ist dabei das Seifenprojekt, das es auch Kindern aus ärmeren Familien ermöglichen soll, wenigstens die Grundschule zu besuchen und abzuschließen. Durch die Produktion von Seife im schuleigenen Seifenhaus, wird unter anderem das Mittagessen der Schüler finanziert, was langfristig gesehen eine Senkung der Schulgebühren bedeuten wird. Das damit gesparte Geld könnte beispielsweise für neue Lehrmittel oder die Weiterbildung von Lehrern verwendet werden.

Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Projektes sind die Patenschaften für talentierte und gleichzeitig bedürftige Kinder. Diese finanzielle Unterstützung trägt dazu bei, dass Schüler eine weiterführende Schule und später hoffentlich sogar die Universität besuchen können. In der Zukunft werden wir versuchen, weitere Patenschaften zu übernehmen und so möglichst viele Schüler individuell zu fördern.

 

Uganda – für uns kein nichtssagendes Land mehr, kein leerer Fleck auf der Landkarte. Während unserer Zeit in diesem wundervollen Land haben wir die Menschen zu schätzen gelernt und nehmen viel von ihrer Herzlichkeit und Wärme zurück nach Europa. Besonders die persönlichen Begegnungen waren eine riesige Bereicherung und haben uns immer wieder gezeigt, dass man auch  auch ohne materiellen Überfluss auskommen kann, vielleicht sogar glücklicher ist. Darüber zu urteilen steht uns jedoch nicht zu, denn keiner von uns kann nachvollziehen was es bedeutet, als zehnjähriges Kind 10 Liter Wasser vom Brunnen nach Hause zu tragen, jeden Tag von morgens bis abends auf dem Feld zu arbeiten, oder tagein, tagaus Matoke und Bohnen zu essen. Wir bekamen einen Einblick in dieses Leben, das so anders ist als das unsere. Wirklich verstehen und nachfühlen kann es aber keiner, der nicht in Uganda aufgewachsen ist.

von Saskia Bauer

Zeitungsartikel: Musikgymnasium gründet Uganda-Verein

Weiterlesen: Zeitungsartikel Gründung Idela-Uganda

"Auf beeindruckende Weise quer gedacht"

Verleihung des Jugendpreises der Evangelischen Akademie an Caroline Seidel und Kirsten König

Ludwigshafen (lk). Sie wollen Menschen in den ärmsten Regionen der Welt eine Zukunft geben und machen sich daher auch für ein gesellschaftliches Umdenken stark: Caroline Seidel aus Neustadt und Kirsten König aus dem nordrhein-westfälischen Borken sind die Gewinnerinnen des „Jugendpreises für engagierte Querdenker“ der Evangelischen Akademie der Pfalz. Mit ihren Projekten „Hand des Menschen“ und „Idela Uganda“ hätten die beiden Studentinnen auf sehr beeindruckende und letztlich erfolgreiche Weise „quer gedacht“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Volker Lingnau in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung in Ludwigshafen. Junge Menschen, die sich für die Gesellschaft einbringen, zu fördern und ihnen ein Netzwerk anzubieten, sei Motiv des Jugendpreises, sagte Akademiedirektor Christoph Picker. König und Seidel hätten mit großem Engagement ihre Vereine gegründet und über persönliche Betroffenheit hinaus Organisationsstrukturen aufgebaut.

Weiterlesen: Auszeichnung mit dem Jugendpreis der evangelischen Akademie

Zeitungsartikel: Benefizkonzert

Weiterlesen: Zeitungsartikel Benefizkonzert